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Hitze sichtbar machen: Mit tragbaren Sensoren gegen urbane Hitzeinseln

Ein tragbarer Hitzesensor befestigt am Umhängeband einer Handtasche.
© KIT

Schattige Parks, vollbesetzte Straßenbahnen, asphaltierte Plätze – je nachdem, wo man sich gerade aufhält, fühlt sich derselbe Sommertag ganz unterschiedlich an. In unserem Projekt „Heat Companion“ entwickeln wir ein mobiles Messsystem, das lokale Mikroklimadaten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität im Alltag erfasst. Zusammen mit einer begleitenden Smartphone-App hilft das System dabei, Hitzebelastung in Städten sichtbar zu machen und zu verstehen, wie Bürger:innen besser vor extremen Wetterlagen geschützt werden können.

Teilnehmende erhielten für mehrere Tage einen tragbaren Umweltsensor sowie Zugang zu einer dazugehörigen Smartphone-App. Der Sensor kann unkompliziert am Fahrrad, an der Tasche oder am Gürtel getragen werden und misst kontinuierlich die Umgebung. Die App visualisiert die gesammelten Daten, liefert hilfreiche Informationen und stellt Nutzenden zusätzlich Fragen zu ihrer persönlichen Hitze-Wahrnehmung.

Unser Ziel ist es herauszufinden, wie sich ein System wie Heat Companion im Alltag nutzen lässt und wie es beim Schutz vor gefährlichen Wetterlagen helfen kann.

In der Hitzekumpel-Studie testeten acht Bürger:innen zwei Wochen lang ein tragbares Sensorsystem in Kombination mit einer Mobile App, die Messwerte in Echtzeit visualisierte und situationsabhängige Empfehlungen bei Hitze anzeigte. Insgesamt entstanden 11.059 Messpunkte sowie 690 kontextbasierte Hitze-Hinweise, von denen 93 % geöffnet wurden – ein Indikator dafür, dass die Rückmeldungen im Alltag tatsächlich wahrgenommen und genutzt wurden. Die Daten veranschaulichen, wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit innerhalb von Karlsruhe lokal variieren und an welchen Orten die Hitzebelastung besonders hoch sein kann.

Neben einer Aufwandsentschädigung in Höhe von 60 Euro, erhielten teilnehmende Bürger:innen Einblicke in ein innovatives Forschungsprojekt und leisteten gleichzeitig einen Beitrag zum besseren Schutz vor urbanen Hitzeinseln.

Logo des Karlsruher Instituts für Technologie
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